Fragen / Antworten

Wie muss das Formular E411 eines Arbeitnehmers aus einem EU- oder EFTA-Staat ausgefüllt werden ?

Da das Formular E411 obligatorisch ist, muss die Person, welche im Wohnsitzland die Kinder betreut, vorab den Antrag auf Kindergeld bei der zuständigen Prüfstelle einreichen.
Sollte jedoch die zuständige Prüfstelle ein Unterlassen der Anfrage im Wohnsitzland bestätigen, können wir leider nicht auf den Antrag eingehen.

Ich bin Arbeitnehmer mit französischer Nationalität und meine Kinder wohnen in Frankreich. Welche Dokumente muss ich zustellen ?

Zusätzlich zu den üblichen Dokumenten, benötigen wir das Original der Bestätigung, welches für die ausländische Prüfstelle (E411) bestimmt ist sowie die Zahlungsbestätigung (nur für Familien mit Kindern bis 6 Jahre).
Sollte kein Anrecht in Frankreich bestehen, benötigen wir das Original der Zahlungseinstellungsbestätigung mit Begründung.

Wie muss ich vorgehen wenn ich nichterwerbstätig bin, keinen Kontakt zum Kindsvater habe und derjenige Lohnbezüger ist ?

Wie muss ich vorgehen wenn ich nichterwerbstätig bin, keinen Kontakt zum Kindsvater habe und derjenige Lohnbezüger ist ?

Wie kann ein Lohnbezüger nach der Geburt seines ersten Kindes die Familienzulagen geltend machen ? Wie kann eine Person mit unterhaltspflichtigen Kindern die Familienzulagen geltend machen, wenn sie eine Tätigkeit als Lohnbezügerin aufnimmt ?

Der möglicherweise Bezugsberechtigte muss ein Gesuch für Familienzulagen ausfüllen, welches er bei seinem Arbeitgeber oder der zuständigen Familienausgleichskasse erhält. Das vollständig ausgefüllte Formular wird, zusammen mit allfällig notwendigen Beilagen (Kopie des Familienbüchleins, des Lehrvertrages, der Studienbestätigung, Trennungskonvention oder Dispositiv des Trennung- oder Scheidungsurteils usw.), an den Arbeitgeber zugestellt.
Bei jedem Wechsel des Arbeitgebers ist ein neues Gesuch einzureichen.

Wer kann die Familienzulagen beantragen, wenn die Eltern geschieden sind oder gerichtlich getrennt leben ?

Der Elternteil, welcher die elterliche Sorge trägt. Falls diese gemeinsam gegeben ist, der Elternteil in dessen Obhut sich das Kind befindet, oder bei gemeinsamer elterlicher Gewalt, der Elternteil bei dem sich das Kind aufhält. Ist dieser Elternteil nicht zulagenberechtigt, weil er z. B. keine Erwerbstätigkeit ausübt, kann der andere Elternteil den Anspruch über seinen Arbeitgeber geltend machen. In diesem Fall  müssen die erhaltenen Familienzulagen vollständig und zusätzlich zu den Unterhaltszahlungen hinaus an den anderen Elternteil weitergeleitet werden.

Welcher Kanton ist zuständig für die Ausrichtung der Familienzulagen (inkl. Geburtszulage), wenn der Bezugsberechtigte im Kanton Freiburg wohnhaft und im Kanton Waadt erwerbstätig ist ?

Die Familienzulagen werden nach dem Erwerbsortprinzip ausgerichtet. In diesem Falle zahlt sie der Arbeitgeber im Kanton Waadt aus.
Wenn die beiden Elternteile als Lohnbezüger in zwei verschiedenen Kantonen versichert sind, erbringt zuerst die Familienausgleichskasse des Wohnsitzkantons der Kinder Leistungen. Gegebenenfalls kann die Familienausgleichskasse des anderen Kantons auf Gesuch hin ergänzende Leistungen erbringen. Die im Gesetz oder Ausführungsreglement vorgesehenen besonderen Bestimmungen bleiben vorbehalten.

Werden die Familienzulagen dem Bezüger durch den Arbeitgeber oder durch die Kasse ausbezahlt ?

Die Familienzulagen werden vom Arbeitgeber, nach Erhalt der Familienzulagenverfügung, ausbezahlt.

Wie muss man vorgehen um die einmalige Geburtszulage zu erlangen und wer bezahlt diese aus ?

Die Geburtszulage ist ein wesentlicher Bestandteil der Familienzulagen. Bei der ersten Geburt muss der potentielle Bezüger den grundlegenden Fragebogen (Meldeschein zur Festsetzung der Kinder-und Ausbildungszulagen an Erwerbstätige) sowie den Meldeschein zum Bezug der Geburtszulage ausfüllen. Beide Dokumente müssen durch den Arbeitgeber, vervollständigt und unterschrieben vom Bezüger und dem Arbeitgeber mit den notwendigen Dokumenten (Kopie des Familienbüchleins, Geburts-und Anerkennungsschein, Wohnsitzbescheinigung der Mutter des Kindes), an die zuständige Kasse gesandt werden. Handelt es sich um eine zweite Geburt (mit bestehendem Anspruch für ein anderes Kind), wird nur der Meldeschein zum Bezug der Geburtszulage ausgefüllt, unterschrieben und durch den Arbeitgeber mit dem vollständigen Geburtsschein an die Kasse weitergeleitet.
Die einmalige Geburtszulage wird im Prinzip/grundsätzlich immer direkt durch die Ausgleichskasse an den Bezüger ausbezahlt.

Können die Zulagen direkt durch die Kasse an den Arbeitnehmer ausbezahlt werden ?

Gemäss Art. 6, Abs. 1 und 3 des Ausführungsreglements zum freiburgischen Gesetz über die Familienzulagen, werden die periodischen Zulagen dem Anspruchsberechtigten von der zuständigen Ausgleichskasse oder vom mit dieser Aufgabe betrauten Arbeitgeber ausgerichtet. Unsere Kasse hat beschlossen, die Auszahlung der Leistungen dem Arbeitgeber anzuvertrauen. Diese Information steht auf der Rückseite unserer Verfügungen. Direkte Auszahlungen durch unsere Kasse werden nur aufgrund einer gerichtlichen Verfügung vorgenommen.

Kann ein Arbeitgeber in der Landwirtschaft die Familienzulagen direkt in den Lohn einrechnen, den er seinem landwirtschaftlichen Angestellten schuldet ?

Nein, die Familienzulagen dürfen nicht in den Lohn des landwirtschaftlichen Arbeitnehmers eingeschlossen werden.