Arbeitnehmende ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber

Allgemeines

Arbeitnehmende eines Arbeitgebenden, die nicht beitragspflichtig sind, sind im Allgemeinen Angestellte einer ausländischen Firma, die keine Betriebsstätte in der Schweiz hat. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Ausgleichskasse.

Beitragssätze

Beitragssätze der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg :

Beiträge berechnet auf den BruttolohnAnsatz
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)8,70%
Invalidenversicherung (IV)1,40%
Erwerbsersatzordnung (EO-MSE-VSE)0,50%
Arbeitslosenversicherung (ALV) bis CHF 148'200.00 Bruttolohn2,20%
Arbeitslosenversicherung (ALV2) ab CHF 148'201.00 Bruttolohn1,00%
Kantonale Familienzulagen (FAK)2,70%
Fonds zur Berufsbildung0,04%
Fonds zur Tagesbetreuung0,04%
VerwaltungskostenTaux
Die Verwaltungskosten sind auf die AHV/IV/EO-Beiträge berechnet2,50%

ALV : Kommt der Arbeitnehmende im Laufe des Jahres in den Genuss von Treueprämien, eines 13. Monatsgehalts, Teilvergünstigungen usw. ist die Jahreslimite anzuwenden. Die Löhne der Bezüger von Altersrenten sind nicht ALV-pflichtig. Arbeitgebende und Arbeitnehmende müssen je die Hälfte der Beiträge bezahlen. Die Begrenzung der Beitragshöhe gilt für jedes einzelne Arbeitsverhältnis.

AHV/IV/EO : Ein Freibetrag von CHF 1'400.00 darf beim Monatslohn von Arbeitnehmenden abgezogen werden, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben und eine Altersrente beziehen. Diese Vorschrift gilt nicht für Personen, die eine vorbezogene Altersrente beziehen und noch nicht das ordentliche Rücktrittsalter erreicht haben.

Festsetzung und Bezug der Beiträge

Die Ausgleichskasse setzt Akontozahlungen fest : es handelt sich um provisorische Beiträge, die auf einer Schätzung des Einkommens des laufenden Jahres beruhen (Lohn gemäss Vertrag) und quartalsweise in Rechnung gestellt werden. Die Ausgleichskasse muss schriftlich über jede Abweichung des Einkommens informiert werden. Die definitiven Beiträge werden grundsätzlich aufgrund der Steuertaxation oder einer eigenen Einkommensmeldung festgesetzt. Die Ausgleichskasse errechnet die Differenz zwischen den Akontozahlungen und den definitiven Beiträgen gemäss der Steuertaxation oder der eigenen Einkommensmeldung, zahlt sie zurück oder zieht sie ein. Anzumerken ist, dass das BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) einen Verzugszins eingeführt hat, der berechnet wird auf dem Differenzbetrag zwischen den persönlichen Akontobeiträgen und den tatsächlich geschuldeten Beiträgen, wobei die Abweichung mehr als 25% betragen muss.

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