Monatliche Ergänzungsleistungen

Allgemeines

Das Ziel der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV ist die Deckung der minimalen Lebenskosten von Personen, die eine Alters-, Hinterlassenen- oder Invalidenrente beziehen.
Die grundlegenden Gesetzesbestimmungen über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV legt das Bundesrecht fest, welches jedoch den Kantonen in Anbetracht der Bedeutung von bestimmten Berücksichtigungen einen kleinen Handlungsspielraum lässt, zumal es die Kantone sind, welche mit der Auszahlung betraut sind. Nachfolgend die wichtigsten für den Kanton Freiburg.
Informationen zu den bundesrechtlichen Regelungen finden Sie in den Merkblättern der Informationsstelle AHV/IV im Inhaltsverzeichnis.

Zuständige Stellen

Die Ausgleichskasse des Kantons Freiburg wurde die Durchführung der Bestimmungen des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV im Kanton Freiburg übertragen.

Anspruchsberechtigte

Alle AHV/IV-Rentner, alle Anspruchsberechtigten einer Hilflosenentschädigung der IV wie auch alle Anspruchsberechtigten von einem Taggeld der IV ohne Unterbruch während mindestens 6 Monaten, die im Kanton Freiburg Wohnsitz haben, sind zum Bezug von Ergänzungsleistungen berechtigt, wenn ihre anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Für Personen ausländischer Nationalität müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt se

Gesuch um Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Wer Ergänzungsleistungen zur AHV/IV geltend machen will, muss einen schriftlichen Antrag ausfüllen. Das offizielle Anmeldeformular ist vollständig auszufüllen, zu unterschreiben und mit den erforderlichen Beilagen bei der kantonalen AHV-Ausgleichskasse einzureichen. Ergänzungsleistungen zur AHV/IV werden nämlich nicht automatisch, sondern nur auf Gesuch hin ausgerichtet. Sie sind jedoch ein rechtlicher Anspruch (und keine Fürsorge). Ihre Zuerkennung wird in jedem Fall abhängig gemacht von Einkommens/Vermögenslage der Antragsteller.
Informationen für alle Bezüger von AHV und IV-Renten erfolgen periodisch durch die Presse. Im Übrigen legt die Ausgleichskasse des Kantons Freiburg bei Erlass jeder neuen AHV oder IV-Rentenverfügung ein Merkblatt mit Informationen über Ergänzungsleistungen bei.

Leistungsarten

Es gibt zwei Leistungsarten :

Berechnung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV

Die Liste der anerkannten Ausgaben und der anrechenbaren Einnahmen für die Berechnung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV ist im Bundesgesetz enthalten.

Anerkannte Ausgaben für Personen, die zu Hause leben

Die Beiträge für den allgemeinen Lebensbedarf betragen pro Jahr : CHF 19'290.00 für Alleinstehende
CHF 28'935.00 für Ehepaare
CHF 10'080.00 für Waisen und Kinder, für welche eine Rente beansprucht werden kann
Der jährliche Mietzins und die damit zusammenhängenden Nebenkosten werden ebenfalls berücksichtigt bis zur Höhe von : CHF 13'200.00 für eine alleinstehende Person
CHF 15'000.00 für Ehepaare und Personen, die Kinder haben, welche einen Rentenanspruch begründen

Anerkannte Ausgaben für Personen, die in einem Heim oder Spital leben
Bei Aufenthalt in einem EMS, einem Altersheim, einem Pflegeheim oder einem Spital, wird die zulässige Tagestaxe gemäss den vom Kanton anerkannten Tarifen festgesetzt (SGF 841.3.11/Art. 5quater).
Ein Betrag wird den Pensionären zur freien Verfügung für persönliche Ausgaben überlassen. Er ist festgesetzt auf CHF 320.00 im Monat.

Anrechenbare Einnahmen
Die Berücksichtigung des Vermögens nach Abzug der Pauschale beträgt :

  • für Personen nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters wenn sie im Heim wohnen : 1/5
  • für Personen nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters wenn sie nicht im Heim wohnen : 1/10
  • für die übrigen Anspruchsberechtigten : 1/15
  • der amtliche Wert einer selbstbewohnten Liegenschaft, der bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV herangezogen wird um CHF 112'500.00 reduziert (CHF 300'000.00 wenn besondere Bedingungen erfüllt werden).

Prämienreduktion in der Krankenversicherung

Die Krankenkassenprämien werden bei der Berechnung der Ausgaben für eine Pauschale hinzugezogen, die der durchschnittlichen kantonalen Prämie entspricht (ELV SR 831.309.1). Der Staat gewährt Personen, welche die Voraussetzungen für Ergänzungsleistungen erfüllen ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung; der Pauschalbetrag hat der kantonalen, beziehungsweise regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung zu entsprechen. Die Ausgleichskasse überweist die Krankenkassenverbilligung der entsprechenden Krankenkasse.

Zahlungsplan für die AHV/IV/EL-Leistungen

Hier der vorgesehen Zahlungsplan 2016 für die AHV/IV/EL-Leistungen :

Monat Fälligkeit Monat Fälligkeit
Januar 06.01.2016 Juli 05.07.2016
Februar 03.02.2016 August 04.08.2016
März 03.03.2016 September 05.09.2016
April 05.04.2016 Oktober 05.10.2016
Mai 04.05.2016 November 03.11.2016
Juni 03.06.2016 Dezember 05.12.2016

Merkblätter

Weitere Informationen finden Sie in den Merkblätter der Informationsstelle AHV :